Aktuelle Entwicklungen im Münsterland in der Betrachtung

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Münsterland e. V. gewinnt an Bedeutung

Die vielfältigen Aufgaben des Münsterland e.V. waren ein wichtiger Tagesordnungspunkt der letzten Sitzung des Regionalrates.

Mit 400 Mitgliedern zähle der Münsterland e.V., Verein zur Förderung des Münsterlandes, zu den stärksten Regionalinitiativen in Deutschland, berichtete Geschäftsführer Klaus Ehling.

Etwa 230 Unternehmen aus verschiedenen Branchen bildeten das Rückgrat der Mitglieder des Münsterland e.V. Finanziell getragen werde er in erster Linie von den vier Münsterland-Kreisen sowie der Stadt Münster. Die Aufgaben des Vereins lägen vorrangig im Ausbau der Imagebildung des Münsterlandes als Exzellenz-Standort für Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie in der Förderung der Identifikation der hier lebenden Menschen mit ihrer Region. „Die besondere Fokussierung auf die Gebiete Fachkräftesicherung, Innovationsförderung und Branchenprofilierung ist sinnvoll und notwendig, damit die bundesweite Bekanntheit des Münsterlandes als Wirtschaftsstandort weiter zunimmt!“, urteilte Ansgar Nospickel für die CDU-Fraktion.

Auch die Studie der Universität Münster zum Bild des Münsterlandes bei Münsterländern und Bundesbürgern bestätigt, dass das Münsterland hauptsächlich als ländlicher und sympathischer Wohn- und Urlaubsort gelte. Die CDU-Fraktion sieht sich bestätigt, dass der Großteil der Befragten das Münsterland grundsätzlich sehr positiv bewerte und insbesondere die hohe Lebensqualität dafür nenne.

Der Ruf der Region als moderner und innovativer Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort bleibe allerdings noch hinter der tatsächlichen Realität zurück, so die Studie. „Um für die Wirtschaft weiterhin an Interesse zu gewinnen, müssen wir Fragen des Fachkräftemangels und der Wohnungssituation noch offensiver angehen!“, stellte Stefan Weber aus Münster fest.

Region stellt sich für Energiewende auf

Der Endbericht der Fachhochschule Steinfurt als „Handlungsleitlinie zur CO 2-Reduzierung im Münsterland“ wurde in der Sitzung des Regionalrates vorgestellt.

Die Studie rät, dass die Regional- und Kommunalplanung energieeffiziente Siedlungs- und Gewerbestrukturen darstellen solle und bei kommenden Planungen Konzepte der Innenverdichtung, altengerechten und energieeffizienten Bauens sowie die Planung integrierten Verkehrs- und Nahversorgungskonzepten berücksichtigen solle.

Im Münsterland wurden im Jahr 2010 insgesamt 2.117 GWhel/a Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist (4,4 % des Endenergieverbrauchs und 23 % des Stromverbrauchs). Den größten Anteil steuerte dazu die Windkraft mit 47 % bei, gefolgt von der Biomasse (28 %) und der Photovoltaik (16,5 %). Fast 7 % des erneuerbaren Stroms des Münsterlandes lieferte 2010 die Grubengasnutzung.

Als Fazit empfiehlt die Handlungsleitlinie der FH Steinfurt, dass das Thema „Energie“ in zukünftige Planungen des Münsterlandes einbezogen werden müsse. Hierfür seien laut Studie insbesondere der Ausbau der bestehenden Netzwerke erforderlich, der Aufbau eines münsterlandweiten Wärmekatasters sowie integrierte Verkehrs-, Siedlungs- und Nahversorgungskonzepte.

Werner Schulze Esking aus Coesfeld betonte , dass in den letzten Jahren die Bedeutung der Landwirtschaft für die Energiewende zugenommen habe. Immer mehr Landwirte seien auch Energiewirte und stellten regenerative Energien bereit.

Im Kreis Coesfeld lieferten rund 40 Biogasanlagen zusammen 15 Megawatt elektrische Leistung. Positiv sei, dass damit etwa 30.000 Haushalte mit Strom versorgt werden könnten. „Allerdings fehlen Flächen, die zur Erzeugung Nachwachsender Rohstoffe genutzt werden, schon jetzt für den Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln.“, warnte Schulze Esking.

Erklärung des Landesverkehrsministers eingefordert

Unter TOP 10 nahm die CDU-Regionalratsfraktion zur Kenntnis, dass nicht alle bedarfsplanrelevanten Maßnahmen des Münsterlandes durch das Landesverkehrsministerium zur Bewertung im Rahmen der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplan 2015 nach Berlin gemeldet wurden. Guido Gutsche stellte fest, dass für die kommentarlose Ablehnung der Straßenprojekte das Verständnis fehle. „Eine dezidierte Begründung aus Düsseldorf dürfen wir erwarten!“ , forderte er.




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