Protestveranstaltung zum Verbleib der Heeresflieger in Rheine

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Engelbert Rauen, Vorsitzender des Regionalrates (l.i.B.)

"Es kann nicht sein, dass dieser Standort platt gemacht wird!",  so das Plädoyer des Vorsitzenden des Regionalrates Münster, Engelbert Rauen, auf der Protestveranstaltung am 16.01.2012 in Rheine.

Weit über 1300 Bürger waren in die Stadthalle gekommen, um gegen die Schließung des Bundeswehrstandortes Flagge zu zeigen. Sie waren damit der gemeinsamen Einladung des Kreises Steinfurt, der Stadt Rheine und des Regionalrates Münster gefolgt und machten die Haltung der Region zur Entscheidung des Verteidigungsministeriums zur Verlegung des Transporthubschrauberregimentes 15 deutlich.

"So einfach geht das nicht: Der geplante Abzug betrifft die ganze Region!", argumentierte Rauen. Auf seine Frage, wieso die CH 53-Hubschrauber ausgerechnet aus Rheine abgezogen werden sollen, habe er bis heute keine Antwort erhalten. Die Entscheidung gegen Rheine in Verbindung mit der nahenden Zechenschließung in Ibbenbüren bedeute einen Kahlschlag für den gesamten Kreis, mahnte Landrat Thomas Kubendorff.

Generalleutnant Norbert Finster warb für eine Gesamtsicht der Entscheidungen und erklärte, dass der Abzug aus Rheine und aus 30 anderen deutschen Städten aus Gründen der Funktionalität unausweichlich sei. Der Entscheidung zwischen Rheine, Laupheim und Holzdorf seien lange Abwägungsüberlegungen vorausgegangen.

Kreisdirektor Dr. Sommer, Bürgermeisterin Dr. Kordfelder und Regionalratsvorsitzender Rauen ihrerseits legten einen ausgearbeiteten Argumentationskatalog vor, der unter der Federführung Dr. Sommers nach ausführlicher Abwägung den Nachweis erbringe, dass Rheine ein unverzichtbarer Standort sei. Dieser Argumentationskatalog wird noch im Januar dem Verteidigungsminister zur Prüfung überbracht.