Sondersitzung Bundesverkehrswegeplan 2030

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Bewertung Straße zufriedenstellend – Umstufung für Münster-Lünen gefordert

„Wir haben in den letzten Jahren unsere Hausaufgaben gemacht. Die meisten unserer wichtigen Verkehrsprojekte sind im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) enthalten.“ Das Münsterland könne also im Großen und Ganzen zufrieden sein, beurteilte Engelbert Rauen, Vorsitzender des Regionalrates, den jetzt vorgelegten 1. Entwurf. In der Feinheit betrachtet, müsse allerdings an einigen Stellen noch nachgebessert werden. „Die überwiegende Zahl der Maßnahmen des Münsterlandes wurden in der mit Finanzmitteln hinterlegten höchsten Dringlichkeitsstufe berücksichtigt,“ fasste Bernhard Schemmer für die CDU-Regionalratsfraktion zusammen und erwartet, diese Priorisierung auch im weiteren Verfahren beibehalten wird.

Darüber hinaus fordert die CDU-Fraktion die Einstufung

Die Liste der Projektvorschläge (Straße) und der jetzigen Bewertung im BVWP2030 finden Sie hier: >>>>

 

 

Der Regionalrat Münster bekräftigte mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Grünen den Beschluss vom 16.12.2013, auch die wichtigen ortsentlastenden Neubaumaßnahmen 

ebenfalls in den weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen. Den Beschluss finden Sie hier: >>>>

 

Foto: Christiane Lang

Münster – Lünen regional und international bedeutsam: Regionalrat fordert Umstufung

Einstimmig fordert der Regionalrat Münster die Umstufung des regional bedeutsamsten Projektes im Bereich Schiene für die Region. 

Bernhard Schemmer: „Der zweigleisige Ausbau der Strecke Münster-Lünen (-Dortmund) ist im höchsten Maße relevant für das europäische Kernnetz des Hochgeschwindigkeits-Personenverkehrsnetzes. Auch wegen der nationalen Bedeutung ist der Ausbau zwingend notwendig und muss daher in der höchsten Dringlichkeitsstufe „VB“ verbleiben.“ 

Die CDU-Fraktion unterstützt den Ausbau des Knotenpunktes Münster (Aufnahme der Maßnahme 3) und spricht sich für die Aufnahme der Strecke Amsterdam-Berlin (Maßnahme 5) in den potentiellen Bedarf aus. Die Elektrifizierung Münster – Enschede ist aus Sicht der CDU-Fraktion ein weiteres wünschenswertes Projekt. 

Hintergrund:

Die Schienenstrecke Münster-Lünen ist Teil der Nord-Süd-Fernverkehrsachse von Hamburg über Bremen nach Köln, Mannheim und Basel, die im Hauptbahnhof Dortmund die Ost-West-Verbindung nach Köln und Paris im Westen und Hannover, Berlin im Osten kreuzt. Der Abschnitt zwischen Münster und Lünen ist eingleisig. Der Mix aus viel Güterverkehr, Nah- und Fernverkehr sorgen dafür, dass die Leistungsfähigkeit der gesamten Strecke eingeschränkt ist. Vermutlich will die Bahn das 42 Kilometer lange Nadelöhr maximal nur in Teilen zweigleisig ausbauen. Es soll längere zweigleisige Passagen geben, die Zugbegegnungen möglich machen. Dadurch sollen Verspätungen minimiert werden. Das Projekt steht im jetzigen Referentenentwurf des BVWP2030 nicht mehr im „vordringlichen Bedarf“, sondern ist lediglich als „prognostizierter“ Bedarf gekennzeichnet.