Bahnverkehr optimieren - Wie ist das Münsterland in das Fernverkehrsnetz der Bahn eingebunden und welche Veränderungen sind mittelfristig geplant?

Diese und viele weitere Fragen beantwortete der DB-Konzern-Chef Lübberink den Mitgliedern des Regionalrates in der Dezembersitzung.

Die stündliche Direktverbindung nach Hamburg oder Köln, weiter nach Süddeutschland werde perspektivisch zunehmend mehr mit ICE-Verbindungen bedient. Voraussichtlich Ende 2020 werde die Region voraussichtlich mit neuer IC-Linie schnell und direkt nach Siegen und Frankfurt verbunden.

In Richtung Berlin gebe es stündlich schnelle Umsteigeverbindungen via Hamm. Hier wünsche man sich dringend Direktverbindungen Münster-Berlin, betonte Bernhard Schemmer, CDU-Fraktionsvorsitzender.

"Die Zweispurigkeit Münster-Lünen ist fest zugesagt und muß kommen!" forderte Schemmer für die CDU-Fraktion und moniert, dass Planfeststellungsbeschlüsse zu lange dauern. Sollte die Zuständigkeit von den Bezirksregierungen in das Eisenbahnbundesamt zentralisiert werden, werde diese Umstellung weitere Verzögerungen von Jahren bedeuten, befürchtet er.

Interesse weckten die S-Bahn-Pläne der Stadt Münster. "Die Stadt steht an manchen Tagen vor dem Verkehrskollaps. Die Einpendler aus den umliegenden Landkreises brauchen eine leistungsfähige Alternative zum Autoverkehr!" sagt Guido Gutsche aus dem Kreis Warendorf,  und fordert Denkprozesse in alle Richtungen. Mobilität sei das Leitprojekt für die Region.

Foto: CDU Regionalratsfraktion

Städtebauförderungsprogramm 2018 veröffentlicht

Das Städtebauförderungsprogramm hat ein landesweites Zuweisungsvolumen von rund 389 Mio Euro. Das Programm aus dem Landes-Bauministerium ist eine Mischfinanzierung von Land (203,9 Mio Euro), Bund (145,2 Mio Euro) und EU-Mitteln (39,7 Mio Euro). Auch die Kommunen sind mit 135,2 Mio Euro beteiligt. Durch gute Vorbereitung konnte erreicht werden, dass 22 % mehr Fördermittel als ursprünglich geplant in den Regierungsbezirk Münster fließen. Rund 23 Mio Euro Fördergelder stehen den Kommunen des Münsterlandes zur Verfügung. Engelbert Rauen lobte die sehr zügige Antragsabwicklung der Bezirksregierung. "Dies führte dazu, dass deutlich mehr Kommunen als geplant noch Fördergeld erhalten können."

Die Liste der begünstigten Kommunen, der Maßnahmen und Fördersätze finden Sie hier: >>>>

Auch sehr erfolgreich waren die beantragten Projekte für das Sonderprogramm "Investitionspakt soziale Integration im Quartier 2018" im Rahmen der Städtebauförderung. Ziel des Programms ist die Erhaltung und der Ausbau der sozialen Infrastruktur und Weiterqualifizierung zu Orten des sozialen Zusammenhalts und der Integration.

Insgesamt konnten 11,9 Mio Euro für den gesamten Regierungsbezirk eingeworben werden, auf das Münsterland entfielen davon 8,9 Mio Euro.

Die Einzelheiten zu den Maßnahmen in Ascheberg, Gescher, Havixbeck, Horstmar, Senden, Sendenhorst und Warendorf finden Sie hier: >>>>

Regionaler Vorschlag für Um- und Ausbau von Landesstraßen

Einstimmige Zustimmung gab es für den regionalen Vorschlag zum Jahresbauprogramm 2019 für den Um- und Ausbau von Landesstraßen bis 3 Mio Euro Gesamtkosten. Dem Münsterland standen für 2018 aus diesem Programm 1,05 Mio Euro zur Verfügung. Maßnahmen in Ibbenbüren, Billerbeck und Münster stehen hier auf den ersten drei Rängen der Prioritätenliste.

Für 2019 stehen 1,35 Mio Euro zur Verfügung. Die Liste der priorisierten Vorschläge für 2019 finden Sie hier: >>>>>

Foto: CDU Regionalratsfraktion

Regionaler Vorschlag für Radwegebau an bestehenden Landesstraßen

Ebenfalls unstrittig war die Entscheidung über die Prioritäten der Radwege an bestehenden Landesstraßen. 12,4 Mio Euro stehen landesweit zur Verfügung, davon werden 5,4 Mio Euro für die Modellprojekte "Bürgerradwege" und "Radwege auf stillgelegten Bahntrassen" eingesetzt. Für das Münsterland verbleiben für Radwegebau somit 1,05 Mio Euro.

Die aktuelle Prioritätenliste finden Sie hier: >>>>

 

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