Geothermie beschreibt die Nutzung von Wärmeenergie, die mit hohen Temperaturen in der Erde gespeichert ist. Ihre Erschließung und Nutzung hat einen äußerst geringen Flächenbedarf bei einer hohen produzierten Energiemenge. Für die mehrheitlich immer noch fossil betriebenen Fernwärmenetze in Nordrhein-Westfalen bietet die tiefe Geothermie daher eine große Chance. Ersetzen die Städte und Kommunen ihre bisherigen Energiequellen durch klimafreundliche Quellen wie Erdwärme, können sie auf einen Schlag die Wärmeversorgung für eine Vielzahl von Menschen klimafreundlich gestalten.
In der Pilotregion Münsterland wurden jetzt seismische Messungen vorgenommen, um Erkundungsdaten in 6.000 m Tiefe zu sammeln, wurde in der jüngsten Sitzung des Regionalrates durch den Geologischen Dienst des Landes NRW berichtet. Vibrationsfahrzeuge mit schweren Rüttelplatten haben Schwingungen in den Untergrund geschickt, um mit Geophonen die Reaktion von Gesteinsschichten zu messen und aufzuzeichnen. Vom Untergrund des Münsterlandes ist bereits bekannt, dass gleich drei Kalksteinformationen in unterschiedlichen Tiefenlagen vorhanden sind. Besonders im Fokus ist die Kalkschicht in 5.000 bis 6.000 Meter Tiefe, da laut des Geologischen Dienstes dort hohe Temperaturen von bis zu 180 °C erwartet werden.

Mechtild Schulze Hessing bedankt sich für den ausführlichen Bericht und sagt: „Geothermie ist die erneuerbare Energie, die rund um die Uhr und ganzjährig zur Verfügung steht. Besonders in der Hauswärmeversorgung wird Geothermie eine immer größere Rolle spielen.“ Die Ergebnisse stehen Mitte 2022 zur weiteren Beratung zur Verfügung.
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Radwegebau an bestehenden Landesstraßen

Guido Gutsche, Vorsitzender der CDU-Regionalratsfraktion, begrüßte, dass für das laufende Jahr landesweit 17,4 Mio Euro für den Bau von Radwegen an Landesstraßen (6,4 Mio Euro Bürgerradwege, 2,5 Mio Euro für Radwege auf stillgelegten Bahntrassen) eingesetzt werden können. „Für 2022 sollen die Mittel deutlich auf 30 Mio Euro erhöht werden, das heißt für uns, dass sogar 4,5 Mio Euro hier in der Region verbaut werden können!“ Dies zeige deutlich, dass Radwegebau an Landstraßen für die CDU-geführte Landesregierung hohen Stellenwert besitze.
Die Prioritätenliste für 2022 finden Sie hier: >>>

Förderprogramm Nahmobilität wird erhöht

Für den kommunalen Rad- und Fußverkehr soll laut Entwurf des Landeshaushalts 2022 eine Summe von 32,02 Mio Euro im nächsten Jahr zur Verfügung stehen. Unter der Überschrift „Bundesmittel für Nahmobilität“, stehen für den Bau von Radschnellwegen, das deutschlandweite Radwegenetz und kommunale Radverkehrsprojekte bis 2023 insgesamt 644 Mio Euro zur Verfügung. Für NRW bedeutet das einen Förderbetrag von 97,24 Mio Euro. Weitere 40 Mio Euro stehen für weitere Maßnahmen im Radverkehr bereit. Das Sonderprogramm „Stadt und Land“ bietet mit einem Fördersatz von 90% (bzw. bis zu 95%) der kommunalen Seite Chancen für die Förderung von Nahmobilitätsprojekten. „Für das Münsterland können somit 56 baureife und bereits priorisierte Maßnahmen angegangen werden!“, stellt Guido Gutsche für die CDU-Fraktion fest. Das Fördervolumen betrage 19,2 Mio Euro.
Den vorläufigen Programmvorschlag für das Jahresförderprogramm „Nahmobilität“ 2022 finden Sie hier: >>>

Aktuelle Regionalplanänderungen
Mehrheitliche Zustimmung fanden die Regionalplanänderungsverfahren in Coesfeld, Rhede, Hörstel und Senden.
>>> 27. Änderung des Regionalplans auf dem Gebiet der Stadt Coesfeld
>>> 31. Änderung des Regionalplans auf dem Gebiet der Stadt Rhede
>>> 34. Änderung des Regionalplans auf dem Gebiet der Stadt Hörstel
>>> 36. Änderung des Regionalplans auf dem Gebiet der Gemeinde Senden

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